Hoffnung

Hoffnung, die Essenz des Lebens? Der Treibstoff für unseren seelischen Motor?

Wir schreiben den 23.01.2021, ich kann selber nicht glauben wie schnell 2020 vergangen ist. Von Corona gegeißelt faulten unsere sozialen Kontakte langsam aber sicher dahin und sie tun es jetzt noch! Man merkt schnell wie wichtig man jemandem ist, sobald ein persönliches Kontaktverbot besteht. Was die meisten wahrscheinlich nicht wussten: Man darf Freunde und Bekannte auch während des Lockdowns anrufen und fragen wie es Ihnen geht. Das ist erlaubt! Voll heftig diese!

Anderen Menschen? Nerven!

Die Egomanen und Misanthropen bekamen mehr Futter denn je und die Berufsspießer hatten endlich wieder eine Aufgabe: Fremde Menschen mit einem unfreundlichen Unterton randomisiert auf Abstand und Maskenpflicht hinweisen. Ein Paradies für Besserwisser und Zurechtweiser also. Mehr denn je konnte man mit dem Finger auf andere zeigen, deren Fehler hervorheben und somit kurz von seiner eigenen Unzufriedenheit ablenken, um sich besser und wertiger zu fühlen. Arme Gesellschaft!

Corona Extra Bier, Bier, Bier
Die Pandemie als beste Gratis Werbung in der gesamten Geschichte der Konsumgüter?

Mehr denn je stellte ich mir in dieser einsamen Zeit die Frage nach dem, was uns eigentlich dazu bringt immer weiterzumachen. Was uns antreibt auch in schlechten Zeiten nicht die Hoffnung aufzugeben, zu resignieren. Die Frage nach dem Antrieb für unser aller Tun. Wenn ich es mir jetzt bewusst überlege, dann gibt es nur eines was uns immer weiter antreibt, die Hoffnung!

Hoffnung

Klar, in erster Linie bleiben wir grob gesagt am Leben durch das Atmen von Sauerstoff und einem kleinen Muskel namens Herz. Ein Muskel der das Blut durch den Körper pumpt und damit alle wichtigen Organe etc. versorgt. Schon blöd eigentlich, man sagt: „du hast ein gutes Herz“ oder „das kommt von Herzen! Dabei ist das Herz nur eine schnöde Pumpe ohne jegliche Magie. Trotzdem funktioniert sie meist bis ins hohe Alter, ohne großen Ärger zu machen. Vielleicht zollen wir ihr deshalb so viel Respekt und Anerkennung?

Neon Hearts

Doch um Anatomie geht es jetzt nicht, es geht um den geistigen Antrieb und das ist für mich die Hoffnung. Die Hoffnung auf bessere Zeiten. Dabei besteht nur die Gefahr das wir die Gegenwart manchmal komplett vergessen. Weil wir uns in der Gegenwart nur auf die Zukunft fokussieren und in der Zukunft der Vergangenheit nachtrauern. Davon halte ich nix, ich glaube es ist wichtiger im jetzt zu leben und das richtige zu tun denn alle anderen Denkweisen wären doch nur ein: „OK, mach ich dann morgen“.

Bessere Zeiten

Die Hoffnung auf bessere Zeiten. Freunde, die sich mindestens ein Mal in der Woche melden und fragen wie es einem geht. Freunde die einfach vor deiner Tür stehen und sagen: „Hi, ich wollte nur mal nach dem Rechten schauen, bekomme ich einen Kaffee oder ein Bull?“. Das alles gerät halt einfach oft im Stress des Alltages in Vergessenheit. Schade, denn die Zwischenmenschlichen und vor allem die kleinen Dinge sind doch das Schönste an allem, oder?

Oh la la

So viele Faktoren beeinflussen unsere Freundschaften: das Wetter, die Lebenssituation, die Entwicklung der einzelnen Personen und doch zieht es mich immer zu denen hin die genau so bleiben, wie man sie von früher kennt. Meistens ist diese forcierte menschliche Entwicklung auf Krampf meiner Erfahrung nach ein deutlicher Schritt zurück ins Negative.

Hoffnung auf Verbesserung

Vor allem hoffen wir doch auf bessere Umstände. Wir hoffen auf einen besseren Job, bessere Kollegen, bessere Bezahlung. Wir haben die Hoffnung das all, das von alleine kommt. Ohne uns dabei zu fragen, ob nicht wir selbst und nur wir selbst für den Verlauf der Dinge verantwortlich sind. Klar man kann Pech haben und alles läuft mal schief aber auch das ist oft die Summe aus unglücklichen Ereignissen. Mangelnder Aktionismus ist etwas das einen schnell überkommt, wenn es einem zu gut geht. Wenn das Leben einfach funktioniert, ohne sich große Gedanken machen zu müssen, dann wird man immer fauler. Man denkt sich „anderen geht’s viel schlechter“. Abgesehen davon das es uns nicht juckt, was andere machen ist dieses: „anderen geht’s schlechter“ für mich die faulste Ausrede der faulen Ausreden.

Im jetzt leben und die Hoffnung nicht aufgeben
Leben in der Gegenwart

Doch alleine durch Hoffnung kommt man nicht weiter, man erreicht nichts. Man hat also keine Ambitionen mehr, wenn man nur hofft und nichts tut. Beim Thema Ambitionen geht es nicht darum Manager von irgendeinem Großkonzern zu werden und seine Seele für Geld zu verkaufen. Es geht um die Entwicklung des eigenen Charakters, dem Bewusstsein für Fairness anderen gegenüber und dem Bewusstsein für die eigenen Taten. Den Umgang mit anderen Menschen eben. Denn wer Charakterlich und sozial ein Wrack ist, ist ein nichts und wird das wahrscheinlich nicht mal selbst merken. Das ist der Schutz der dummen und unangenehmen Menschen, sie merken selbst nicht was sie anderen mit ihrer verkorksten Art und ihrem unpassenden Benehmen eigentlich antun.

Hoffnung auf Liebe

Warum hofft ihr darauf eure „große Liebe“ irgendwann mal zufällig zu treffen, während ihr Datingapps nutzt und euch als großen Preis hinstellt, obwohl ihr nichts anderes als verkorkste Loser seid? Sobald euch jemand anspricht reagiert ihr wie 13-Jährige und kichert: Was will der denn? Hört endlich auf mit dem Instastalking und redet wieder miteinander! Es gibt keine große Liebe! Eine Beziehung ist immer ein Kompromiss, bei dem es NUR darauf ankommt auf den anderen einzugehen, ohne sich selbst verbiegen zu müssen. Wenn das so ist und ihr cool bleibt, wird es wie von alleine laufen. Zumindest für ein paar Jahre, dann wird es kompliziert aber ihr seid dann älter und weiser also kein Problem für euch.

Die Hoffnung verloren

Hoffnung ist gut und treibt uns alle an aber nur mit hoffen wird sich kaum etwas zum guten Ändern. Ich denke, man muss aktiv werden. Die beste Version von sich selbst werden und dann kommt alles andere wie von alleine. Der größte Fehler, den wir heutzutage machen, ist sich über materielle Dinge definieren zu wollen. Denn ein Arschloch in einer 1000 € Jacke, ist eben immer noch ein Arschloch.

Digital devastation

Vor allem sehe ich immer häufiger das sich Menschen über andere definieren. Wir schauen YouTube Videos und definieren uns über berühmte Personen. Dabei wollen wir genau so sein wie sie und halten diese Fremden für unsere Freunde. Wir übernehmen ihre Sprüche und machen sie zu unseren Vorbildern. Man sitzt vor dem PC und konsumiert. Man lässt andere das aussprechen, was man selbst aussprechen möchte und vergisst dabei die Zeit. Doch ist dieser Konsum kein richtiger sozialer Kontakt, er trägt nur weiter zur eigenen Verrohung und der Distanzierung von „echten“ Menschen bei.

Hoffnung gesehen zu werden
Silent watchers

Klar sind geile YouTube Videos nice anzuschauen aber am Ende des Tages sind das doch alles ganz normale Leute. Es ist normales Unterhaltungsfernsehen wie früher RTL. Feiert ihr die Personen, weil sie offensichtlich wohlhabend sind und den „Traum“ leben oder weil ihr sie wirklich als Menschen cool findet? Wisst ihr überhaupt was für einen Menschen ihr vor euch habt nur durch Schauen seiner Videos?

Die Hoffnung nie verlieren

Die Hoffnung ist unser wichtigster Antrieb, trotzdem birgt sie auch die Gefahr nur noch zu hoffen und dabei fett und faul zu werden und alles auf die anderen oder das Schicksal zu schieben. Ohne Hoffnung ist alles nichts. Ohne Hoffnung versinken wir langsam in der Untätigkeit und der Tatsache das sich allein dadurch nichts an den Umständen ändern wird. Wer nichts erwartet wird auch nicht enttäuscht. Doch wie abgebrüht und angewidert von anderen Menschen oder dem Leben an sich muss man schon sein, um wirklich nichts mehr zu erwarten?

Hoffnung auf bessere Zeiten

Jeder von uns hat schon einmal die Hoffnung verloren und wusste nicht mehr wie es weiter gehen soll. Das ist gefährlich und kann einen schnell lähmen. Wenn wir diese Abgründe aber durchstehen, kommen wir stärker zurück! Davon bin ich überzeugt. Also meistert die miesen Zeiten, ihr seid nicht alleine! Es geht Millionen von anderen Menschen so, gerade jetzt im Moment! Was mich immer gestärkt hat, war die Gewissheit das es Menschen gibt, die an mich denken, auch wenn sie jetzt gerade nicht körperlich da sind denken sie bestimmt an mich. J**** ❤️.

Wiederholungstäter

Die Gewissheit, dass bestimmte Leute immer wieder auftauchen, mit ihrem Fettkopf um die Ecke spähen und dich anlächeln ist doch Balsam für die Seele, oder? Überlegt mal ihr seid so jemand für einen anderen Menschen. Damit habt ihr für den Moment einen fetten Beitrag zum Allgemeinwohl geleistet. Ihr sollt nicht irgendwelche Leute auf der Straße ohne Vorwarnung umarmen oder „Jesus liebt euch“ in der Fußgängerzone schreien. Kümmert euch doch einfach intensiver um die paar Leute, die euch nahestehen. Schreibt jetzt der ersten Person, die euch in den Kopf, kommt das, ihr sie gern habt und froh seid sie zu kennen. Ich mache das jetzt sofort! Moment, ok erledigt!❤️

BS
BS

Das hat nichts mit Emotionalität oder Schwäche zu tun, das ist einfach menschlich. Alle wollen immer irgendwas Gratis also hier habt ihr es. Macht jemandem eine Freude, indem ihr ihm oder ihr sagt das er/sie es is! Kostet euch gar nix und macht jemand anderen glücklich. Wenn ihr immer nur mit euch selbst beschäftigt seid, denkt ihr euch irgendwann: „Ich hab ga nix gemacht“.

Balance

Hält man diese Balance auf Dauer aufrecht, kann man bewusst gut leben. Denn auf was kommt es im Leben wirklich an? Was sind wir, wenn wir alles alleine machen und uns nicht mehr untereinander austauschen und unterstützen? Wir leben auf diesem Planeten mit unendlich vielen anderen Menschen also ist nicht das Untereinander mit dass Wichtigste an der ganzen Sache? Verliert nie die Hoffnung, sonst verliert ihr euren Antrieb und auf Dauer alles andere!

❤️❤️❤️❤️Danke das du hier bist! Ja DU!❤️❤️❤️❤️

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ChainedSociety

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1 Kommentar

  • J

    Wahre Worte Bro, bin froh dass du da bist ❤️

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