Volvo XC 90 T8 Inscription Plug-in Hybrid

Anbei meine Erfahrung zum Thema Volvo XC90 T8 und erste Eindrücke zum kommenden XC40 recharge in üblicher Manier!

Montag morgen, ich fahre mit der A45 in die Innenstadt und bereue es direkt bei meiner Ankunft. Überall sind irgendwelche fragwürdigen Baustellen, ich quetsche mich vorsichtig durch die verengten Gassen und fluche dabei wie Fußballfans beim Kreisligaspiel. Internetleitungen verlegen die sicher nicht, das Internet ist nämlich scheiße hier!

Seitdem ich die brandneuen Tomason TN25 Felgen drauf habe, meide ich Parkhäuser wie der Teufel das Weihwasser. Es muss also ein „Außenparkplatz“ her. Außerdem ist es ein sonniger Tag, da möchte ich meine Rakete nicht in irgendeinem unterirdischen Komplex verstecken, er soll ruhig ein bisschen Sonne tanken und sein sauberes Blechkleid zur Schau stellen.

Seiten auf null

Meine Haare sind wieder ordentlich gewachsen, es wird Zeit für „Seiten auf null“. Ich trotte ohne Termin ins Friseurgeschäft und frage, ob ich mich direkt hinpflanzen kann. Der Mitarbeiter meint freundlich: „Normalerweise ohne Termin nicht, aber kein Problem.“ 10 Minuten später liege ich im „Waschstuhl“ und genieße die Behandlung mit feinstem Haarshampoo. Riecht das Shampoo beim Friseur einfach immer viel geiler als Zuhause oder bilde ich mir das ein? Er schwingt die Haarschneidemaschine wie ein Profi, beeindruckende Präzision denke ich mir. Am Schluss noch ein paar feine Cuts mit dem Rasiermesser und gut ist. Er zeigt mir das Ergebnis und ich lobe ihn extra, da er wirklich super gearbeitet hat. Man muss auch loben können, denn es kostet nichts und tut anderen gut. Also lobt mehr!

Nachdem ich wieder fresh bin, ruft mich ein Kollege an und möchte wissen was jetzt noch geht. Er will Döner essen und da ich sowieso Hunger habe, stimme ich direkt zu. Wir gönnen uns zwei Yufka und laufen Richtung Innenstadt.

Yufka auf dem Weg
Ein köstlicher Yufka mit Rindfleich, Swiebel und allem was sonst rein gehört. Aber natürlich ohne scharf, wie immer!

„Bro in der ***** ***** gibt es einen Stand mit Autos von Volvo, man kann die Modelle anschauen, rein sitzen und sich beraten lassen“. Autos? OK, lass mal schauen. Wir laufen also in die besagte ************ und schauen was geboten wird. Volvo? Was fällt mir ein, wenn ich an diese Marke denke?

Volvo? Die mit dem Männlichkeitszeichen als Logo!

Genau, das dachte ich mir auch immer, da ich aber Qualitätscontent liefern möchte, google ich teilweise, um sicher zu sein. Das Logo steht einfach für Mars und kommt aus dem alten Rom. Mein komplettes Volvoleben war bis jetzt eine einzige Lüge kappa. Es steht für irgendeinen römischen Gott, nämlich den des Krieges. Also nochmal: Es steht für den Kriegsgott Mars und dessen Waffen aus Eisen. Ich hab mich vorher eh schon gefragt, wie die Marke das sozialverträglich hinbekommt, mit einem riesigen Peniszeichen auf dem Grill eine so gute, gesellschaftliche Akzeptanz zu erreichen. Oder habt ihr schon mal jemanden gehört der Volvo Scheiße findet? Einfach so aus Prinzip? Ich nicht! Und ich rede oft über Autos.

Was wird geboten bei Volvo?

Der Stand ist wirklich cool aufgebaut. Es gibt einen Glascontainer, indem ein Fahrgestell des neuesten Elektromodells steht, der Volvo XC40 Recharge. Ein Elektromotor auf der Vorderachse und einer auf der Hinterachse. Ein Mitarbeiter spricht uns an und wir kommen ins Gespräch. Über Autos und deren Technik zu sprechen ist schwer. Es ist ein uraltes Stammtischthema und die meisten sind absolute Experten was Stammtischthemen angeht. Oder um es einfach zu sagen: Jeder hat den längsten und weiß alles. Wenn der Gesprächspartner einen ähnlichen Horizont hat, ist es wie bei allen verbalen Debatten relativ einfach, ein fließendes Gespräch zu führen. Falls man aber einen Oberschlauen vor sich hat, wird es schon mal nervig.

Volvo XC40 recharge
Volvo XC40 recharge Quelle: volvocars.com

Der Mitarbeiter von Volvo ist ca. 30-35 Jahre alt und ein studierter Techniker. Was aber viel wichtiger ist: Er ist einfach ein korrekter Typ und sagt es einfach, wenn er mal etwas nicht weiß. Außerdem hatte er einen respektablen Armumfang und war ziemlich groß, was natürlich direkt die Glaubwürdigkeit steigert. Er erzählt uns was zum XC40 im Glaskasten. Wie schon gesagt, 2 Elektromotoren, rein elektrisch. Das komplette Auto samt Karosserie steht direkt daneben und sieht für einen Kompakt-SUV ziemlich gut aus, ein Volvo eben. Man kennt das Design, auch wenn man sich nicht damit beschäftigt hat. Gerade in einer Gesellschaft, in der mittlerweile alle Autos irgendwie gleich aussehen, ist es schön, wenn ein Hersteller Design technisch seine eigene Richtung einschlägt, finde ich.

Fakten zum Volvo XC40

Der XC40 recharge hat kumuliert 408PS und ein maximales Drehmoment von 660 NM, was ziemlich respektabel ist. Ein Mercedes-Benz 3 Liter Turbodiesel, z.B. ein OM642 mit 258PS hat ein Drehmoment von 620 NM und da drückt es einen schon gut in den Sitz. Der Elektrowagen sollte also ohne Turboloch, Gangwechsel etc. gehen wie die Seuche. Dadurch, das man zwei Elektromotoren (Einer pro Achse) hat, fährt der Wagen logischerweise mit Allrad, was wir natürlich auch gerne mitnehmen. Das Gewicht ist mit 2150 kg natürlich nicht gerade leicht, aber der Schwerpunkt liegt dafür mittig und weit unten erklärt er uns.

Die Anhängelast beträgt 1500KG, keine Ahnung, ob das gut ist für ein Elektroauto oder allgemein für ein Auto. Mit sowas habe ich mich noch nicht beschäftigt. Google sagt: E-Autos haben normalerweise gar keine Anhängerkupplung, also ist das eine Besonderheit für den, der sie braucht. Die Reichweite liegt bei ca. 400 km und wird durch einen 78 kWh Akku erreicht. Bei den Ladezeiten gehts mit Wechselstrom (AC) bei maximal 11kW Ladeleistung in 7,5 Stunden von 0 bis 80 % und bei Gleichstrom (DC) mit bis zu 150 kW Leistung, da dauert selbiges gerade einmal 40 Minuten. Sehr interessant! Und jetzt haben wir nebenher noch gelernt was AC/DC bedeutet, geil!

Beschleunigung

0-100 km/h schafft der XC40 in 4,9 Sekunden, bei 180 km/h wird elektronisch gedrosselt. Wer jetzt denkt: „Igitt nur 180 km/h, viel zu wenig“, den frage ich wo kann man denn schneller fahren? Meine A-Klasse läuft ca. 285 auf Tacho (270 echte, aber ich bin es im letzten Jahr nur 1x gefahren. Auf der Autobahn dackeln eh viel zu viele Schnarcher rum. Von mir aus könnten alle Autos bei 200 begrenzt sein, wenn es dafür gesetzlich Pflicht wäre, dass sie es in unter 4 Sekunden auf 100 schaffen müssen :). Nachtrag: So wie ich es auf der Website von Volvo gerade gelesen habe, sind alle neuen Modelle auf 180 km/h gedrosselt. Die bei Volvo haben auf jeden Fall keine Angst ihr Ding zu machen. Ob man das gut oder schlecht findet, ist jedem selbst überlassen. Eier braucht ein Hersteller für so einen Schritt aber mit Sicherheit.

Aber nun genug zum XC40, es geht in dem Beitrag um den XC90. Ich weiß, aber der Volvomitarbeiter hat das so gut und mit Freude erklärt, dass ich es einfach nochmal durchs bloße Erwähnen wertschätzen wollte.

Volvo XC90 Recharge Plug-in Hybrid

Während der gute Volvomann uns alles Mögliche anhand des Modells erklärt, bin ich so langsam fertig mit dem Yufka. Ich schließe mich dem Gespräch mit voller Aufmerksamkeit an und zeige auf einen der Wagen, die nebenan ausgestellt sind. „Der große, weiße da, der gefällt mir schon immer“. Die Namen bei Volvo klingen komisch, XC60, XC40, S90. Was soll das? Jetzt wo ich es mir gerade genauer überlege, fällt mir auf, dass fast alle Hersteller das so machen. Mercedes A-Klasse, S-Klasse. Audi A3, A8, Q7. Wtf? Warum bekommen die Autos keine richtigen Namen wie z.B. bei manchen Aston Martin Modellen? „Rapide“, „Vantage“. Hört sich viel geiler an, als irgendeine schnöde Buchstaben-Nummern Kombination, oder?

Wie dem auch sei, der „große weiße“ ist ein brandneuer Volvo XC90 T8. Wir laufen rüber und schauen uns das gute Stück an. Auf den ersten Blick fällt mir die heftige Lederausstattung auf. Es handelt sich um Nappaleder in „Amber Braun“ also Bernstein braun. Von außen wie gesagt weiß, wobei ich nicht sagen kann, ob es „Icewhite“ oder „Crystalwhite Pearl“ war. Perlmuttweiss fühle ich auf jeden Fall allgemein bei allen Autos extrem, so eine schöne Farbe! Ich liebe die einfach.

Erste Einblicke in den Volvo XC90

Im Innenraum findet sich ein relativ großer Bildschirm (8,7 Zoll (ca. 22 Zentimeter)), der sich aber trotzdem gut in das Gesamtbild einfügt, es ist kein Riesenmonitor wie bei Tesla z.B. von der Größe her eher wie bei den neueren Renault Modellen. Was mir auch sofort auffällt, ist das Soundsystem mit den absolut geilen Metallabdeckungen. An den Hochtönern prangt ein dickes Bowers & Wilkins Logo. Wie sich später rausstellt, kostet nur das Soundsystem knapp 3900 €. Ich kenne die Marke noch vom Bluetooth-Lautsprecher „Zeppelin“, den ich damals richtig geil fand.

Navi im Volvo, als wir den Wagen übernahmen war das Display sauber

Wir setzen uns mit nach Zwiebeln stinkenden Händen rein und testen vorsichtig die Haptik. Gut verarbeitete Ledernähte ziehen sich als saubere Linien durch den Innenraum. Auch das Armaturenbrett ist beledert, schmeckt. Eben ein knapp 100000 € Auto. Der Automatik-Wahlhebel erinnert an die Diamantform der neueren BMW-Modelle, auf ihm ist ein Schriftzug graviert: „Orrefors Sweden“ und dazu ein Seehund. Die Firma ist ein schwedischer Hersteller für Glaswaren.

Wahlhebel von Orrefors Sweden
Gangwahlhebel mit Orrefors Logo

Ehrenwert von Volvo die einheimische Wirtschaft zu unterstützen und dabei noch extrem ansehnliche Teile für die eigenen Autos zu kreieren. Sie könnten sich das Teil auch einfach in China fertigen lassen, aber sie beziehen es aus Schweden, finde ich auf jeden Fall korrekt. Im Vergleich zu einem Kompaktwagen sieht es vom Fahrersitz aus, als würde man in einem Sprinter sitzen, das Auto ist wirklich riesig. Der Volvo XC90 hat 7 oder wahlweise 5 Sitze, der Kofferraum ist richtig groß und man findet sogar einen Knopf, um das Luftfahrwerk fürs bessere beladen abzusenken, der Volvo geht also per Knopfdruck hinten in die Knie. Braucht man es? Nein, ist aber geil!

Bowers & Wilkins im Volvo

Ich setze mich wieder ans Steuer, ich muss das Soundsystem einfach testen. Also brav den Berater gefragt und er meint: „Ja kein Problem, dreh ruhig auf“. Er schließt die Tür, wir suchen uns einen guten DAB-Sender raus und drehen den fetten Lautstärkeregler, der mich von der Optik her an ein Seniorenhandy erinnert, voll auf. Es kickt aus den Türen und der zentrale Hochtöner in der Mitte beschallt uns wie Künstler auf einem Livekonzert. Ich liebe gute Soundsysteme im Auto, dabei brauche ich keinen brachialen Bass wie mit einem 60 Liter Gehäuse Subwoofer. Es muss einfach gut kicken, Druck machen und auch bei hoher Lautstärke nicht verzerren. Der Bass ist nicht extrem, aber die Anlage hat eine geile Dynamik und macht ordentlich Alarm. Von außen hört man viel weniger sagt mein Kumpel, vielleicht haben die bei Volvo sogar die Türen gedämmt? Man weiß es nicht!

Das Auto gefällt uns, wir probieren alles ohne Druck aus und freuen uns z.B. über den Knopf fürs Handschuhfach, nachdem wir 10 Minuten nach einem Handöffner gesucht haben. Wir steigen wieder aus und wollen weiter ziehen, da sagt der Volvomann ganz frei:

Wollt ihr fahren?

Wie meinst du? Frage ich. „Ihr könnt gerne eine Probefahrt machen, wir haben alle Autos die hier stehen, angemeldet in der Tiefgarage zum Testen verfügbar. Er erklärt uns: „Volvo bietet hier jedem der einen Lappen hat eine kostenlose Probefahrt an“. Nice! Würde es sowas jemals bei Mercedes, Audi etc. geben? Ich habs noch nie erlebt. Wir stimmen zu und machen für den nächsten Tag eine Probefahrt aus.

Probefahrt

Am Tag darauf führt uns einer der Mitarbeiter in die Tiefgarage und zwei Kollegen von ihm empfangen uns an einem kleinen Stand. Wir tragen unsere Führerscheinnummern ein und bekommen noch ein gratis Volvo-Desinfektionsmittel. Klar, ist nur hochprozentiges in einer Plastikflasche, aber es geht doch um die Geste, oder?

Werbestand
Volvostand in der Tiefgarage

Was mit sofort auffällt, keiner von den Volvo Leuten ist gefühlt über 40 Jahre alt. Keine langweiligen alten Säcke, die einem immer wieder die gleiche Scheiße runterbeten. Einfach korrekte, jüngere Leute die Bock haben, den Menschen was Cooles zu zeigen. Nicht das ich etwas gegen ältere Menschen habe, aber ein junges Team bringt halt schon eine andere Dynamik rein. Vor allem beim Thema Auto finde ich.

Weißes Licht. Und was macht es? Es leuchtet weiß.

Wir werden zu unserem Volvo XC90 geführt und es geht direkt los. Als Erstes fallen mir die beleuchteten Türgriffe auf. Als Zweites der Schaltknauf im Innenraum, der ebenfalls beleuchtet ist, braucht niemand, sieht aber geil aus, also yallah. Der Wagen ist komplett sauber und steht da wie neu. Tank und Akku sind voll geladen. Wir fahren aus dem Parkhaus und quetschen uns an der Schranke vorbei, da die Wände im Parkhaus weiß sind, kommt es einem so vor, als würde man gleich gegen die Mauer fahren. Zum Glück hilft die 360° Kamera mit einem wirklich klaren Bild.

Lenkrad und volldigitales Kombiinstrument. Leider kein dunkler Dachhimmel bestellt!

Wir ballern durch die Stadt, mein Kumpel fährt zuerst. Er heizt wie ein Irrer und freut sich dabei wie ein Kind. Er ist von der Leistung her eher an E-Scooter gewohnt, also ist der Punch der 390 PS natürlich dieses andere Extrem für ihn :D. Ich denke mir: „Krass dass so ein riesiges Auto mit „nur“ 390PS so schnell ist“. Unser Testwagen hat leider kein B&W Soundsystem, aber dafür das von Harman & Kardon, was auch eine sehr gute Performance abgibt, für 99 % aller Leute reicht auch dieses Soundsystem, denn es klingt richtig geil. Wir fahren ein Stück weit und halten an für ein paar Fotos.

Volvo XC90 T8 Inscription Frontansicht
Volvo XC90 T8 Front, ich finde den Grill und die Optik mega!
Volvo Heckansicht
Volvo XC90 T8 Heckansicht
Harman Kardon Soundsystem
Harman Kardon Soundsystem und Tasten fürs Sitzmemory. Die Blende vom Lautsprecher gefällt mir extrem gut!

Fahrerwechsel

Ich steige ein und verstehe langsam die SUV-Fahrer. Es fühlt sich schon gut an, so weit oben zu sitzen. Der Einstieg gelingt nach oben einfacher, als sich in ein tiefes Auto fallen zu lassen.

Die Sitze sind komplett in flauschigem Leder und leider nicht belüftet, aber man schwitzt nicht wirklich. Ich bin echt kein Lederfan, aber es steht dem Auto ziemlich gut. Viel wichtiger ist die Tatsache, dass der Sitz gut bemessen ist. Heutzutage gibt es meiner Meinung so viele Wagen mit Sportsitzen, die einfach viel zu eng geschnitten sind. Vor kurzem, fuhr ich einen BMW Fünfer Touring probe und die Sportsitze waren fast so eng wie meine Recaros in der A45 AMG. Sorry BMW, aber was soll das? Wer braucht sowas in einem fetten Cruiserkombi? M-Paket ist natürlich geil, aber warum so enge Sitze? Btw. ich wiege knapp 80 kg bei 1.82 m Größe und habe kaum Arsch. Nicht, dass es jetzt heißt, ich sei vielleicht einfach zu fett.

Na ja, die Volvositze sind also gut bemessen und sehr bequem, nichts drückt und ich schmiege mich entspannt ein. Ich ziehe den Orrefors nach hinten und fahre rein elektrisch los. Wirklich coo,l ohne Lärm loszufahren. Mit 20 Jahren hätte ich jetzt direkt Vollgas gegeben und wäre wahrscheinlich noch mit den 21 Zoll Rädern über einen Acker oder durch den Wald gepeitscht, da ich aber etwas älter als 20 bin, fahre ich gemütlich und versuche das Auto objektiv zu beurteilen und zu genießen.

Hybrid

Ich fahre im Hybridmodus und es macht wirklich richtig Laune. Die Lenkung ist sehr leichtgängig und fühlt sich an wie z.B. bei einer Mercedes-E-Klasse. Sehr komfortabel, gefällt mir. Das Luftfahrwerk schluckt Unebenheiten trotz der heftigen Felgen super weg, man fährt entspannt, obwohl die Straßen absolut schlecht sind. Zum Thema Felgen: Die 21 Zoll hören sich krass an, aber sehen auf dem Auto ganz normal aus. Es gibt sogar 22er im Konfigurator! Also ruhig die 22er gönnen :).

Die Geräuschdämmung ist absolut gelungen, man kann sich im Innenraum auch bei 160 km/h noch sehr gut flüsternd unterhalten. Die Übersicht ist vom Hochsitz aus relativ gut nach vorne, ich würde trotzdem immer die schön umgesetzte 360° Kamera empfehlen. H&K Soundsystem ballert und die 390 PS Systemleistung machen den großen und schweren Wagen (knapp 2,4 Tonnen Leergewicht) gefühlt 600 Kilogramm leichter. Den Verbrauch kann ich nicht beurteilen.

Geht da was?

Von 0 bis 100 km/h braucht der Riese knapp unter 6 Sekunden (5,8), was ich als sehr respektabel empfinde. Das Fahren mit so einem massigen Auto fühlt sich schon richtig gut an, vor allem fühlt man sich sehr sicher. Gefühlt ist mehr als genug Leistung vorhanden, da kann ich mich nicht beschweren, mehr braucht wirklich niemand. Es reißt einem beim Sprint nicht den Kopf ab, aber der ein oder andere Beifahrer könnte sich schon erschrecken, wenn man Vollgas gibt. Negativ bemerkbar macht sich vor allem die Größe in der Innenstadt, wenn es mal enger wird. Ich sehe mich schon in dem Wagen, die Frage ist nur was soll man mit so einem großen Auto allgemein, wenn man fast immer alleine fährt? Vom Platz her wäre das eher was für eine Familie mit 4 Kindern und einem Schäferhund.

Achtet mal auf die dicksten Karossen im Verkehr. Zu 99 % hocken da höchsten zwei Leute drin. Klar, jeder will hoch sitzen und bequem fahren, aber muss es dann direkt so ein Monster sein? Es gibt ja auch noch Golf Plus und Co. Man muss nicht gleich einen Q7 für zwei Leute nehmen. Ich bin echt kein Umweltaktivist oder so, aber bei den meisten würde sicher auch ein kleineres Auto reichen. Was das angeht, ist dieser SUV-Trend schon richtig madig. Natürlich soll jeder fahren, was er will. Das elektrische fahren macht Bock, leider hat rein elektrisch nur 30 oder 40 Kilometer Reichweite. Trotzdem war es cool sowas mal zu testen. Ich denke, für so ein Auto, wäre je nach Nutzung, immer noch ein guter Dieselmotor die beste Wahl.

Über die Grenze oder wieder abgeben?

Nach ca. 45 Minuten geben wir den Wagen leider wieder ab. Eigentlich mag ich kleinere Autos mit etwas Leistung. Doch der Volvo war schon richtig geil. Man fährt eben entspannt und da man keinen lauten Motorsound hat, wird man auch nicht zum Gasgeben animiert. Man schwimmt einfach so mit und genießt das gute Raumgefühl, das geile Soundsystem und den Komfort in den bequemen Sitzen.

Schnelle Wagen in Zukunft

Die Straßen werden immer schlechter und Blitzer + Laser warten immer häufiger hinter irgendeinem Busch oder Baum versteckt. Oft frage ich mich, was es noch bringt, ein Auto mit deutlich über 300 PS zu fahren, außer mehr Geld in der Staatskasse und ab und zu ein paar Wochen zu Fuß. Klar, es ist eine Lebenseinstellung ein cooles Auto zu fahren, aber meiner Meinung nach nimmt die gesellschaftliche Toleranz für dieses Hobby immer weiter ab. Letztens hat mein Vater sich seine Scheiben tönen lassen und ihr glaubt es nicht, man braucht in DE selbst für Tönungsfolie eine ABE.

Der Autofahrer wird mittlerweile für jeden Scheiß zur Kasse gebeten und der Sprit bald sicher wieder teurer, damit wir uns alle Elektroautos kaufen, die wir uns nicht leisten können, mit Akkus, die wir bei uns in der Nähe nicht laden können.

Elektroautos und Umweltprämie

Ich habe absolut gar nichts gegen Elektroautos, aber ist das die Lösung für die Zukunft? Oder momentan nur ein Spielzeug für große Kinder? Ich bin mir noch nicht ganz sicher. Hybridwagen dagegen fühle ich absolut. Man kann in der Stadt elektrisch fahren und Überland dieseln oder benzinern und ist nicht abhängig vom Ladenetz. Die Umweltprämie beträgt für ein Elektroauto mit einem Preis von 40000 € – 65000 € genau 5000 €. Das ist erstmal Steuergeld. Wer sich ein Auto für 65000 € kauft, der wird kaum auf den Fünfer der Regierung angewiesen sein, oder? Irgendwie sehe ich in der Umweltprämie keine Logik. Und bekommt man trotzdem den üblichen Rabatt von 10 bis 20 % beim Neuwagenkauf, oder gibt es dann nur die Prämie? Damit verdient dann der Hersteller wieder mehr, auf Kosten des Steuerzahlers? Kommentiert gerne, wenn ich hier einen Fehler drin habe.

Ich bedanke mich nochmal bei den sehr korrekten Jungs und Mädels von Volvo für dieses Erlebnis und die schöne Probefahrt mit dem XC90. Falls ich irgendwann eine Frau und Kinder haben werde, transportiere ich Weib und Brut mit Sicherheit in einem Volvo :)!

Überall Volvos

Kennt ihr das, wenn ihr irgendetwas mit einer bestimmten Marke oder einem Modell erlebt und dann plötzlich merkt, wie viele von den Autos eigentlich rumfahren? Ich sehe seit gestern gefühlt nur noch Volvos rumfahren. Die Chance ohne irgendeine Verpflichtung mal einfach ein Auto auszuprobieren, das man bisher noch nicht gefahren ist, bietet sich heutzutage eher selten. Klar, kann man einfach eine Probefahrt beim Händler schnorren aber das würde ich nie machen, wenn ich kein wirkliches Kaufinteresse oder die nötigen finanziellen Mittel hätte, finde ich irgendwie assi, so rein aus Spaß. Klugscheißer sagen immer: „Man muss seinen Horizont erweitern“. Das habe ich gestern Auto mäßig gemacht und es hat mir wirklich was gebracht. Dieser ganze Markenhass ist unnötig, also lasst das doch einfach. Jeder soll fahren, was er will, heutzutage bauen viele Hersteller gute Autos, egal ob mit Stern, Ringen oder „Männlichkeits-zeichen“ lul.

Lasst es euch gutgehen und genießt noch die letzten warmen Tage, bevor der Herbst kommt! Kuss CS.

Ein köstliches Automobil
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