Roller fahren mit 16 die beste Zeit meiner Jugend

Roller fahren mit 16: Italien, irgendwann kurz vor der Euro Einführung. Die goldene Zeit, in der man eine Packung Zigaretten mit einem einzigen großen silbernen Geldstück am Automaten ziehen kann und sogar noch Rückgeld erhält. Ich bin ein kleiner schüchterner Junge, ein Kind. Wir sind zu Besuch bei meinen Großeltern auf einer Insel im Mittelmeer die mit „S“ beginnt. Ich kann mich kaum noch an diese Zeit erinnern aber ein Erlebnis ist mir im Gedächtnis geblieben.

Das gute fünf Mark Stück

Die Erde brennt

Wir haben 30 Grad, streunende Hunde wandern auf der Suche nach Essen oder ein bisschen Gesellschaft durch die Gassen. Mülltüten stapeln sich vor den baufällig wirkenden Reihenhäusern. Jugendliche rasen mit 2-Takt Kleinkrafträdern ohne Nummernschild durch die Landschaft, herrlich!

Der Geruch der 17,5 mm Vergaser liegt in der Luft. Ich fühle mich irgendwie verloren. Ich verstehe nicht was die Leute reden oder was sie von mir wollen und selbst wenn ich es verstehen würde wäre ich zu schüchtern, um eine Konversation zu führen. Mein Dad ruft einen Jungen der mit einer kleinen Crossmaschine die Straße auf und ab ballert zu uns und fragt ihn irgendwas. Der Junge lacht, steigt vom Moped ab und händigt es meinem Dad aus.

Papa sagt: „Andi setz dich mal drauf, probier es mal“. Ich vertraue ihm und besteige das „Motorrad“. Der Motor knattert und knallt laut vor sich hin, ich greife intuitiv nach dem Gasgriff und drehe vorsichtig auf. Die Drehzahl schnellt in die Höhe, ich bekomme Angst. Alles vibriert, sehr laut, ich fange an zu weinen, ich will nur noch runter von dem Ding.

Mein Dad lacht und meine Mam schreit hysterisch herum: „Er ist viel zu jung dafür, nimm ihn da runter“. Der Jugendliche nimmt das Moped wieder zurück und heizt mit Vollgas unter höllischem Lärm davon.

Lärmbelästigung

Das war mein erstes Erlebnis mit einem motorisierten Fahrzeug. Ich bin froh, dass ich wieder in Sicherheit bin. Dieser Moment hat Eindruck hinterlassen und später eine Leidenschaft in mir angefacht die immer weiter wachsen wird, um mich mein Leben lang zu begleiten.

Mein Dad hatte seit meiner Kindheit ständig irgendeinen Roller oder irgendein Motorrad vor der Tür stehen. Er schraubte oft an den teilen rum und weckte so früh mein Interesse. Als ich meinen 15. Geburtstag feiere sagt er zu mir: „In einem halben Jahr fängst du den Roller Führerschein an, dann musst du nicht mehr mit dem Bus in die Schule“. Ich denke mir: Hört sich vernünftig an, Deal!

Ich gehe also mit meinen Eltern zur Fahrschule in der Nähe und schreibe mich für den Rollerführerschein ein. Es gab damals auch die Möglichkeit den 125er zu machen und gleich ein „Motorrad“ das 80 km/h schnell fährt oder einen „großen“ Roller zu steuern aber der 125. Lappen war um einiges teurer und meine Eltern hatten wohl auch einfach Angst das ich mich dann bei dieser „krassen“ Geschwindigkeit zu schnell von diesem Planeten verabschieden würde :).

Bald mit dem Roller durch die Straßen

Wir betreten die Fahrschule über eine wackelige Stahltreppe, eine runtergekommene Spielunke die ihres gleichen sucht. Der Fahrlehrer sitzt hinter seinem Röhrenbildschirm, blauer Rauch steigt auf. Hier drinnen riecht es so als wäre das nicht die erste Zigarette, die er heute genießt. Ich weiße meine Mutter auf die Zustände hin aber sie sagt nur: „Du willst ja nur den Rollerführerschein machen, musst hier ja nicht einziehen“.

Wir besprechen die Einzelheiten. Der Rollerführerschein wird ungefähr 600 € kosten, du brauchst eine Bescheinigung für einen Erste-Hilfekurs und einen Sehtest um zur Prüfung anzutreten. Wir fangen an mit der Theorie und dann kommen Fahrstunden dazu, je nachdem wie du dich anstellst………

Sein Mund bewegt sich weiter, durch seine Nase tritt langsam der Rauch aus aber ich schweife ab und denke nur an eines: Die Fahrschule ist zwar irgendwie abgefuckt aber abgefuckte fahren ja immer krasse Kisten. Der Typ hat bestimmt einen der neuesten Roller. Einen Peugeot Speedfight, Yamaha Aerox oder vielleicht sogar einen von Aprilia mit Folierung in Italien Farben? Geil! Ich will fahren, jetzt!

Yamaha, Peugeot oder doch Aprilia?

Ich passe wieder auf und frage schüchtern: Was für einen Roller habt ihr denn? Der Fahrlehrer antwortet mürrisch: Einen grünen! OK, ich halte wohl besser meinen Mund und stelle keine Fragen mehr. Vorfreude ist die schönste und die werden einen hier kaum mit einem Billigroller fahren lassen. Das, was die Fahrschule fährt, repräsentiert die Fahrschule und ob das so war aber mehr dazu später :D.

Ich besuche die Theoriestunden und kämpfe mit der Müdigkeit, zum Glück gibt es Apfelsaftschorle und eine Schale mit Süßigkeiten. Ich stopfe mir so viel wie möglich rein und versuche wach zubleiben. Die Fragen klingen alle logisch, ich muss nicht zuhören. Die Prüfung lege ich locker mit logischem denken ab, man kennt ihn. Nach ein paar Wochen steht die erste Fahrstunde an, ich bin gut vorbereitet. Ein leicht zu enger Helm der Mein Gesicht einquetscht. Natürlich mit einem klaren Visier, das auch jeder sieht, wie maximal blöd ich darin aussehe. Motorradschuhe, die über den Knöchel gehen. Und dazu eine fett übertriebene Motorradjacke mit Protektoren als würde ich eine offene 1000er fahren plus dicke Lederhandschuhe.

Die erste Fahrstunde mit dem Roller

Der Fahrlehrer mustert mein Outfit und kommt zu dem Entschluss, dass ich bereit bin die Höllenmaschine zu besteigen. Wir laufen in die Tiefgarage und ich bin gespannt wie ein Bogen. In einem dunklen Eck stehen mehrere Motorräder und Roller und da sehe ich ihn. Ein blauer Yamaha Aerox, nagelneu wie frisch aus dem Werk. Ich denke mir Junge wie heftig geil Mann! Ich laufe auf die Rakete zu und streiche mit meinen Handschuhen über den Lenker. Grinsens drehe ich mich zu meinem Fahrlehrer aber der meint nur: „Geh weg von dem Roller, der gehört uns nicht“. Geschockt frage ich: „Hää? Aber der steht doch hier bei den anderen Fahrschulfahrzeugen?“. Ja der gehört unserem Nachbar, deiner ist der grüne da!

Yamaha Aerox Roller, einer der schönsten damals
Yamaha Aerox, damals einer der coolsten Roller, die es gab und auch heute noch sieht er gut aus finde ich.

Stimmt ja, er meinte die haben einen grünen Roller, bestimmt ein Aerox mit Ultra seltener Sonderlackierung. Ich schwenke meinen Blick aber es steht nur ein weiterer grüner Roller da und das kann echt nicht sein scheiß Ernst sein. Ein verdammter Kymco KB50 in „Kotzgrün“. Der China Böller schlechthin, (ich weiß Kymco kommt aus Taiwan). Ein fahrender Kack Haufen :D. Ein Design das an Scheußlichkeit nicht mehr zu übertreffen ist, er ist so hässlich das man ihn nicht einmal für seine Hässlichkeit feiern kann. Der Name „KB50“ steht wahrscheinlich für: keinen Bock mal 50. „Bruder… das kann nicht dein Ernst sein“ denke ich mir.

Kymco KB50 mein Fahrschul Roller :D
Der „gute“ KB50 in Grün

Er motzt nur rum

Aber es ist sein Ernst. Ich erhalte noch die Ohrhörereinlagen für meinen Helm, damit mich der Lehrer während der Fahrt anmotzen kann und mache mich fertig. Ernüchtert steige ich auf und starte den 50 cm³ Bigblock per Knopfdruck. Wenigstens hat der einen Elektrostarter denke ich mir.

Wir legen los und auch wenn der Roller absolut bescheuert aussieht, macht es schon Bock ihn zu fahren. Ein gutes Gefühl, er fährt sich auf jeden Fall nicht so wie er aussieht. Von den vorherigen Ausfahrten mit meinem Vater wusste ich das die 50 cm³ Roller alle ca. 60 Km/h laut Tacho laufen, also so langsam sind die gar nicht. Aber auch hier überrascht der Kymco, er läuft immer genau 43 Km/h, egal ob Bergauf, Bergab oder auf der geraden. Es wäre technisch gesehen wahrscheinlich weniger Aufwand gewesen ihn einfach etwas schneller fahren zu lassen. Aber hier hat man es ganz genau genommen, er zeigt immer 43 km/h an. Selbst wenn man ihn aus einem Flugzeug werfen würde, er zeigt….. Na ja ihr wisst schon.

Fürs Fahren geboren?

Obwohl ich natürlich nie schwarzgefahren bin :), komme ich meiner Meinung nach mit dem cruisen auf der öffentlichen Straße direkt gut klar. Mein Fahrlehrer sieht das zuweilen nicht so. Er ist nicht gerade der einfühlsame Typ und nutzt jede Gelegenheit um mich wegen Kleinigkeiten anzubrüllen und mir wegen jeglichen mini Fahrfehlern eine Standpauke zu halten die vom Umfang her einem Scheidungsvertrag gleicht. Zum Glück habe ich kein Mikrofon im Helm und er kann meine Antworten nicht hören. Ich beleidige ihn nach allen Regeln der Kunst und darüber hinaus.

Die Fahrstunden sind einfach nervig da man ständig den Angriffen des Cholerikers ausgesetzt ist. Er ist wirklich irre und schreit nur rum und er raucht die ganze Zeit. Er raucht wirklich die ganze verdammte Zeit und ich höre ihn andauernd ins Funkgerät schnauben. Ich denke mir scheiß drauf, ich will einfach den Lappen bekommen und ihn aufs gröbste zu beleidigen bringt mir ja auch ein wenig Genugtuung.

Theorie mit Papierbögen lernen

Ich lerne zu Hause für die Theorieprüfung, da ich im Unterricht null aufgepasst habe, muss ich nun alles doppelt und dreifach lernen. Damals gab es keine App, man musste die Bögen von Hand ausfüllen und mit einer Schablone abgleichen. Man bekam einen Riesen Haufen DIN-A4-Blätter und musste damit lernen. Die Zeit rast und die Prüfung steht an. Ich bin übelst aufgeregt und fühle mich viel zu schlecht vorbereitet wie immer vor einer Prüfung oder Klassenarbeit. Aber ich bestehe mit nur einem kleinen Fehler. „Gott sei Dank“ denke ich mir, erstmal keine Theorie bis zum Autoführerschein. Die Fahrstunden habe ich auch fast alle absolviert, fehlt nur noch das Endspiel, die Fahrprüfung.

Wir schleichen mit dem grünen Vieh zum Verkehrsübungsplatz und ich zeige meine Kunststücke, im Kreis fahren, Slalom, etc. Der Prüfer scheint korrekt zu sein, zumindest lacht er die ganze Zeit und zieht keine Fresse wie mein Fahrlehrer. „Wir fahren noch bis zum TÜV und wenn du dich bis dahin gut anstellst, bekommst du den Führerschein von mir“, sagt er. Hört sich nach einem Deal an!

Ich reiße mich nochmal komplett zusammen. Mache Schulterblicke, bei denen ich sowieso nichts sehe und blinke wie es kein BMW-Fahrer jemals tun würde. Ich blinke nämlich überhaupt mal. ╭∩╮ʕ•ᴥ•ʔ╭∩╮

Führerschein in der Tasche

Am TÜV angekommen gibt es LOB und den Rollerführerschein den der Prüfer schon die ganze Zeit in der Tasche hatte. So ein geiles Gefühl! Ich sacke den Führerschein ein, sage meinem Fahrlehrer auf Nimmerwiedersehen und ziehe durch. Mein Fahrlehrer ist leicht gerührt, vielleicht auch ein bisschen Stolz auf mich und ich denke mir: „Eigentlich ist er kein schlechter Kerl“, er übertreibt halt manchmal aber er ist schon O. K.

Ich stürme nach Hause denn ich weiß was dort auf mich wartet. Ein verdammter Peugeot Speed Fight in Blau und Silber!

Peugeot Speedfight 2 LC Roller
Den Rollerführerschein in der Tasche und direkt ab auf meinen Peugeot Speedfight inklusive Tuning nach meinem damaligen Geschmack. Ich finde, es geht um einiges peinlicher also aus meiner Sicht alles entspannt! Und kommt mir nicht mit dem chinesischen Zeichen, ich weiß was ihr sagen wollt, Schnauze! =)

Die Clique

Meine damaligen Freunde haben alle zur gleichen Zeit oder kurz danach den Führerschein gemacht, so entstand eine Roller-Gang. Wir fühlten uns wie die coolsten, wenn wir cruisen, wenn wir durch die City düsen. Andauernd wurden neue Teile bei scooterattack bestellt. Wir steckten alles, was wir hatten in die Roller um uns von der Masse abzuheben. Ich kaufte mir „F1-Spiegel“ natürlich ohne ABE, Alu Trittbleche die ich mit der Bohrmaschine noch auf Hochglanz polierte. Wir hatten Sportauspuffanlagen für besseren Sound :D. Auch nicht fehlen durfte der „Böse Blick“ und die Reifenfarbe per Stift aufgetragen. Wir vergruben uns im Keller und polierten stundenlang unsere Variodeckel. Nicht nur das, wir beizten den Lack ab, polierten und versiegelten anschließend. So habe ich meine ersten handwerklichen Erfahrungen gemacht und gelernt mit der Bohrmaschine umzugehen.

Variodeckel mit gebohrten Löchern, Lack abgebeizt und anschließend stundenlang poliert für maximalen Glanz. Hielt dann aber auch eine Woche xD.

16 Jahre alt und Sorgenfrei

Wir waren alle ca. 16 Jahre alt und absolut niemand hatte Designer Klamotten oder irgendeinen anderen unnötig überteuerten scheiß, den keine Sau braucht. Wir liefen rum wie die letzten Penner, man hatte eine „gute“ Jacke, zwei Paar Schuhe und vielleicht 10 T-Shirts. Alles, was wir an Taschengeld bekamen, wurde direkt in neue Roller teile investiert. Ich wusste damals nicht was Rolex ist oder das es Kleidung von Gucci und Co. gibt und das war auch gut so. Man hatte einfach keinen Einfluss von außen da es keine sozialen Medien gab.

Man war mit dem zufrieden, was man hatte und stolz auf das Ergebnis der Arbeit die man in seinen Roller gesteckt hat. Niemand musste Markenklamotten vorweisen, um akzeptiert oder respektiert zu werden. Man hat die anderen für ihren Charakter gemocht und wenn sie einen Billigroller hatten, wurden sie deshalb nicht ausgeschlossen oder gemobbt. Wir waren einfach froh, wenn wir zusammen abhängen konnten.

Roller Clique
Die Jungs mit den Rollern

Zu viel Einfluss durchs Internet?

Ich glaube durch die ganzen Dinge, die man heutzutage als junger Mensch bei insta und Co. vor die Nase gesetzt bekommt, wird einem ein völlig falsches Weltbild vorgegeben. Gerade im jungen Alter ist es meiner Meinung nach wichtiger, das man einfach lebt und die Zeit ohne Sorgen genießt. Mit unter 20 sollte man noch nicht groß darüber nachdenken müssen wie der Rest des Lebens auszusehen hat oder das man unbedingt mal reich oder berühmt werden muss.

Wie sich dein Leben dann später entwickelt steht sowieso auf einem ganz anderen Stern, weil man nie weiß wie es mit der Familie und Freunden weitergeht. Natürlich sollte man sich nicht einfach denken „ich scheiß auf alles und mach Hartz4“ aber ich glaube nicht das man in diesem alter einen logischen Plan für sich selbst haben kann. Bei mir zumindest war das so. Die wirklich wichtigen Dinge sind für mich ein starker Charakter und eine ausgeprägte Sozialkompetenz und diese Dinge lernt man eben nur durch die richtige Erziehung der Eltern und durch Freundschaften etc. Macht die Basics!

Es geht nicht darum was man hat, sondern darum wie man drauf ist.

Hässlich aber selten

Ich hatte damals die ganze Fresse, den ganzen Rücken voller Pickel. Hab mich selbst hässlich as fuck gefunden und wollte einfach nur raus aus meinem Körper. Ich war zwar relativ groß für mein Alter aber schlaksig und bleich wie ein Vampir. Meine Eltern waren nicht gerade wohlhabend aber sie haben sich den Arsch aufgerissen um mir z.B. den Roller inklusive Führerschein zu ermöglichen. Auch, wenn sie dafür sicher ihre eigenen Interessen weit hinten anstellen mussten. Meine Eltern waren immer da und haben mir immer gesagt:

„Behandle andere stets gut, dann kommt gutes zu dir zurück“

„Gehe mit deinen Sachen immer pfleglich um, dann hast du lange was davon!“

„Sei immer freundlich und anständig“

„Teile mit Leuten die weniger haben als du, sei nicht egoistisch oder geizig, die Welt gehört nicht dir allein“.

„Bleib fair und gestehe dir auch deine eigenen Fehler ein!“

Gesellschaftliche Werte im Jahr 2020

Diese Werte sind imho in der heutigen Gesellschaft leider viel zu selten geworden. Wenn ich mir überlege wie frech die jugendlichen heute teilweise sind oder wie die sich aufführen. Wir hätten damals sofort weggeschaut, wenn uns ein „Erwachsener“ einen bösen Blick gibt oder die Straße gewechselt, wenn uns eine Gruppe älterer Jugendlicher entgegenkommt. Heute erlebe ich es oft das mich so kleine Pisser richtig provokant anschauen. Als, ob sie gerne ein paar auf die Schnauze hätten. Und mit „Pissern“ meine ich keine 18-Jährigen, eher 10-13-jährige. Ich glaube, wenn man die fragen würde, warum sie einen anschauen würden die wirklich aufmucken und eine Schelle riskieren. Und ich bin kein dürrer Nerd mit Brille, vor dem niemand Respekt hat.

Das zeigt meiner Meinung das viele der Kinder eindeutig zu wenig Disziplinierung erfahren haben. Aber wenn man heutzutage mal einen Klaps auf den Poo gibt, kommt ja gefühlt gleich die Nationalgarde, um die Rabeneltern öffentlich hinzurichten. Mir haben die Klapse auf jeden Fall gutgetan auch, wenn es deutlich zu wenige waren. Die Zeit zeigt ja, besser wird die Gesellschaft nicht. Ich denke das Problem ist, wenn man sein Kind zur Zurückhaltung erzieht, ist es das Opfer, das sich nicht wehrt. Wenn man sein Kind zur Schlagfertigkeit erzieht, ist es das Kind, dass die anderen mobbt. Also was soll man machen? 😀 Keine Ahnung!

Schlechter Einfluss nicht vermeidbar?

Vielleicht bin ich einfach nicht genug in dem Kind Mindset drinnen. Ich glaube, dass die Masse an Dingen, die man heutzutage online konsumieren kann, einfach viel zu viel für heranwachsende ist. Wenn man den Zugang zum Internet allerdings untersagt, hat man wohl wieder ein Opferkind geschaffen, weil es nicht mitreden kann. Darum sind wohl die Grundpfeiler die mir meine Eltern damals beigebracht haben auch heute noch am wichtigsten für eine korrekte Charakterbildung. Aber was weiß ich schon.

Meinen Roller hatte ich bis ich fast 18 war und es war auf jeden Fall eine der geilsten Zeiten in meiner Jugend. Wir chillten immer draußen und waren immer unterwegs. Ich holte Freunde und Freundinnen ab und wir waren zufrieden und glücklich mit unserem Leben ohne auf irgendetwas Größeres zu Geiern. Und das wichtigste zum Schluss: wir hatten nur die Roller und die Freunde im Kopf und daher keinen weiteren Horizont für Drogen, Alkohol oder sonstige Absturzsachen.

Diesen Abschnitt meines Lebens habe ich wie so vieles nur meinen Eltern zu verdanken und das ist wirklich ein gutes Gefühl. Alles richtig gemacht Mama und Papa, danke!

Unsere Roller
Sorry für die Quali, damals war ein Handy mit 1,3 Megapixeln State of the Art

Danke fürs Lesen! A.

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