Katze Brahms – Wenn die Liebe einen findet

Es gibt Ereignisse im Leben, Verluste, die so schmerzhaft sind das wir Sie zu unserem eigenen Schutz in unser tiefstes inneres verbannen. Mit uns selbst ausmachen und nie mehr darüber sprechen. Weil der Schmerz einen dermaßen überfällt, das man kein Wort mehr rausbekommt, wenn man nur versucht darüber zu reden. Trotzdem bleibt uns die Erinnerung und das ist auch gut und richtig so. Was wir verlieren verlässt vielleicht diesen Planeten aber in Gedanken ist es immer wieder bei uns, für immer. Um eines meiner traurigsten Erlebnisse geht es in dieser Geschichte. Ein Erlebnis, das mich lange gelähmt hat und das mir heute noch schmerzt, wenn ich daran denke. Vor allem, weil ich nicht weiß, warum es so kam und weil ich es wahrscheinlich auch niemals erfahren werde. Es geht um eine der stärksten Beziehungen. Eine uralte Liebe die es schon Jahrtausende gibt, die Beziehung zwischen Mensch und Tier, in diesem Fall die zur Katze.

Heiße Sommertage

Sonntag, wir haben Sommer und draußen sind es ca. 25 Grad, ich sitze in meinem Bürostuhl und klicke mich durchs Internet, ohne irgendetwas Bestimmtes zu suchen, mir gehts gut. Ich hab eine tolle Freundin, alle die mir wichtig sind, sind gesund und munter, alles ist in bester Ordnung. Natürlich würde ich gerne ein Schweinegeld mit wenig Arbeit verdienen und Lamborghini fahren. Doch die wirklich wichtigen Dinge, die andere ihr Leben lang suchen, habe ich, also bin ich irgendwie ja doch reich, auch wenn nicht auf finanzieller Seite.

Ich mache mir keine Gedanken über irgendwelche Probleme oder sonstige Dinge die mich jetzt runterziehen könnten. Alles, was mich beschäftigt hat, ist aufgearbeitet und mein seelischer Haushalt geordnet. Ab und zu ziehen ein paar Wolken vorbei und verdunkeln kurz die Sonne, ich denke mir nichts und stöbere weiter. Die Wolken werden dichter und verschlucken die Sonne, es wird windig, es wird kälter. Ein Sturm zieht auf und das nicht nur draußen, auch in meinem Herzen.

Katzen hassen Regen

Ich schüttle die Zigarettenpackung, Ehre! Es sind noch genug Sargnägel drin um durch den Tag zu kommen. Ein eiskaltes Red Bull steht für mich bereit, harmoniert perfekt mit dem blauen Dunst. Ich zünde mir eine Fluppe an und atme tief ein, der Rauch füllt meine Lunge, beruhigend. Es fängt an zu regnen, das friedliche Geplätscher der Regentropfen macht mich nachdenklich. Ich schaue auf den kleinen Teppich der vor meiner Terrassentür liegt und muss an ihn denken. Ich muss an Brahms denken wie er da immer lag, besonders wenn es geregnet hat, lag er gerne dort auf diesem kleinen Teppich und schlief wie ein Baby.

Damals

Etwa zu dieser Zeit vor ein paar Jahren muss es gewesen sein. An diesem Tag war eigentlich auch alles in Ordnung. Ich war abends bei Freunden und alle waren da, alle waren gut gelaunt, alles war perfekt. Es war ein schöner warmer Sommerabend. Gegen 22 Uhr steige ich in den AMG und fahre Richtung Heimat. Ich könnte jetzt rasen und die Stadt mit Lärm terrorisieren aber ich fahre einfach gemütlich und ruhig, ein guter Abend! Jetzt noch schön duschen, ins Bett fallen lassen und der Tag klingt perfekt aus.

Ich hole mir noch eine Cola-light beim Drive-in und fahre gemütlich nach Hause. Findet ihr nicht auch, das man sich viel zu selten denkt: „Man geht’s mir gut, alles bestens!“. Während des Alltags vergisst, man so schnell das man eigentlich alles hat, was im Leben wichtig ist. Das wäre wirklich eine gute Morgenroutine. Man wacht auf, streckt alle viere für 15 Sekunden so weit vom Körper wie möglich um die Durchblutung anzufachen und freut sich das man Gesund und am Leben ist. Das man ein Dach über dem Kopf hat und nie mit knurrendem Magen einschläft.

Ab ins Bett

Ich parke den Wagen in der Garage und schlendere gut gelaunt zum Haus. Es muss kurz vor 23 Uhr gewesen sein. Normalerweise schlafen alle um diese Zeit aber vor unserem Haus stehen mehrere Personen. Es fährt mir in den Magen, wie vor einer Prüfung. Wie wenn man denkt, man hat seinen Geldbeutel verloren, dieses dreckige Gefühl in der Magengegend. Meine Eltern stehen vor dem Haus. Ich laufe auf sie zu und ich erkenne in Ihrem Gesicht, das etwas passiert ist. Ich erkenne das der Tod in der Luft liegt. Meine Mam dreht sich zu mir und sagt: „Brahms ist tot“. Während mir der fast volle Getränkebecher aus meiner Hand gleitet, auf dem Boden einschlägt und die Flüssigkeit sich überall verteilt, sehe ich ihn reglos liegen, auf dem Kanaldeckel vor unserem Haus.

Alles begann mit folgendem Ereignis: Wir wohnen schon lange auf dem Land und kümmern uns ab und an ein bisschen um Katzen, die in der Nähe leben. Mal kommen sie, um ein bisschen gestreichelt zu werden. Mal kommen sie zum Spielen oder um etwas Futter oder ein Schälchen mit Wasser abzusahnen. Irgendwie haben wir ein Verantwortungsgefühl für sie aufgebaut. Es sind 2-3 Katzen die ab und zu mal vorbeischauen und wir freuen uns jedes Mal darüber. Wir kaufen auch Futter auf eigene Tasche, einfach aus Liebe. Hauptsache die Tiere haben ein schöneres Leben und einen Platz zum Aufwärmen im Winter oder zum Abkühlen im Sommer. Meine Mam freut sich immer diebisch, wenn eine von ihnen vorbeischaut, sie liebt Katzen einfach, versteh ich.

Warum ich Katzen so mag

Ich finde es sind anmutige Tiere, wie sie sich lautlos bewegen und sich an einem reiben, um ihren Geruch zu verteilen. Wie sie schnurren, wenn man sie an den richtigen Stellen kratzt oder streichelt. Viele Leute mögen Katzen nicht. Da sie ihrer Meinung nach „listig und verstohlen“ sind und gerne mal ohne jegliche Warnung angreifen. Dabei kann jeder der sich normal verhält, gut einschätzen wie die Katze momentan drauf ist. Ohne direkt eine Tatze zu bekommen. Natürlich attackieren sie auch manchmal, wenn man sich wie ein Dulli benimmt, Krach macht oder beim Spielen mal übertreibt. Aber ich glaube kein Tier ist von Grund auf böse, ohne dass es etwas Schlimmes durch Menschenhand erlebt hat. Tiere sind die besseren Menschen das wissen wir alle.

Wir sagen immer spaßig: „Treuloses Vieh“ wenn sie nach dem Essen direkt wieder abhauen. Aber das ist OK, es sind eben Freigänger, ihr Leben besteht aus schlafen, fressen, jagen und draußen rum Schleichen. Eines Tages schreit meine Mam in der Küche rum, ich höre es bis nach oben und gehe runter um nachzuschauen. Sie sagt: „schau mal, ein traumhaftes Vieh“. Ich schaue durchs Fenster und draußen sitzt eine neue Katze. Weiß-grau getigert, weiße Pfoten, getigerter Schwanz wie ein Waschbär. Wirklich eine traumhaft schöne Katze.

Unsere Katze Brahms
Der junge Brahms

Gute Erziehung

Er ist sehr vorsichtig und hält Abstand, wie Menschen in der Coronazeit. Wir füttern ihm eine „Katzenstange“ und entfernen uns wieder. Von diesem Tag an kommt er immer öfter vorbei und er vertraut uns immer mehr bis wir ihn zum ersten Mal vorsichtig streicheln können. Er ist eine sehr einfühlsame Katze. Er schnappt nicht nach dem Futter wie eine wild gewordene Bestie und haut auch nicht mit seiner Pranke danach. Leckerlis nimmt er immer ganz vorsichtig mit der Schnauze und geht dann etwas zurück zum Essen.

Wir nennen ihn den „grauen“, wir haben sie schon immer nach Fellfarben benannt. Wir wissen ja nicht, ob die Tiere Besitzer haben oder komplett auf sich allein gestellt sind und irgendwie müssen wir sie ja nennen. Die Katze kommt immer öfter vorbei und irgendwann schleicht er durch die offen gelassene Terrassentür und legt sich einfach aufs Sofa. Als meine Mam sich dazu hockt, schmiegt er sich an und lässt sich kraulen, er schnurrt. Er hebt alle viere und lässt sich direkt ungeniert am Bauch streicheln. Nicht gerade typisch für eine Katze, zumindest habe ich das bis dato bei keiner gesehen.

Vertrauensvorschuss

Er vertraut uns. Auch wenn wir zu den „Gastkatzen“ immer emotional einen Respektabstand einhalten wollen, man weiß ja nie, ob sie morgen noch da sind, fällt es uns bei dieser Katze extrem schwer. Sie ist einfach ein feini, treu wie ein Hund, ein tolles Tier, eine Charakterkatze nenne ich sie.

Die Tage ziehen ins Land und die Katze ist so gut wie jeden Tag da. Sie ist nicht wie die anderen Freigänger die fünf Minuten hereinkommen und dann direkt wieder durchziehen. Es macht den Anschein, als hätte er absolut keinen Drang nach draußen zu gehen. Als hätte er kein Zuhause wo jemand auf ihn wartet. Im Gegenteil, er will gar nicht mehr raus, sobald er mal drinnen ist. Er versteckt sich in Kartons in der Küche, spielt stundenlang mit einem Wollballen oder legt sich in den Wäschekorb und entspannt.

Nach und nach besorgen wir immer mehr Zeug. Spielsachen, eine Hängematte die er absolut liebt und irgendwann sogar ein Katzenklo zur Probe und siehe da: Er nutzt es direkt als ob er nie was anderes getan hätte. Er gönnt sich den ersten Schiss im Haus und wir wissen: jetzt ist er angekommen :). Den geplanten emotionalen Abstand können wir nicht wahren, weil er einfach zu cool ist um ihn nicht ins Herz zu schließen. Irgendwie ist er unsere Katze geworden.

Katze in der Hängematte, ihr Lieblingsplatz
Er wälzt sich in der Hängematte, sein Lieblingsplatz im Haus.

Winter is coming

Es wird Winter und draußen ist es langsam wieder bitterkalt. Also baut mein Dad eine Art „Katzenhütte“ in die wir eine Decke und etwas Futter hereinlegen damit er sich in kalten Nächten einrollen kann und geschützt ist. Wir versuchen ihn daran zu gewöhnen. Ihn hereinzulocken damit er sieht da drinnen ist es mollig und gemütlich. Ohne Erfolg, er hat einfach keinen Bock sein neues „Haus“ überhaupt anzuschauen. Er lebt ja schon in einem richtigen Haus. Vielmehr will die Katze gar nicht mehr raus. Er chillt im Bett oder auf meinem Gamingstuhl oder miaut während ich zocke. Das heißt bei ihm: „Hey ich komme jetzt hochgesprungen und pflanze mich auf deinem Schoß“.

Bindung

Es gab schon öfters Katzen, zu denen ich eine leichte emotionale Bindung aufgebaut habe. Klar, sie sind flauschig, schnurren, ich bin einfach ein Katzenfan. Aber zu dieser Katze hatte ich, ohne das ich es wollte schon diese andere Beziehung aufgebaut. Er ist jetzt jeden Tag da. Auch, wenn alle zur Arbeit gehen bleibt er einfach im Haus. Er macht nie etwas kaputt oder sorgt für Unordnung, wahrscheinlich schläft er den ganzen Tag einfach nur in seiner Hängematte.

Er benutzt das Katzenklo wie ein Profi, ohne Dreck zu machen. Nichtmal ein Hauch Katzenstreu liegt irgendwo verteilt. Mir wird langsam klar was es mit ihm auf sich hat. Er wurde vielleicht zurückgelassen, von jemandem der wegzog und ihn nicht mitnehmen konnte. Er hatte mit Sicherheit ein Zuhause, er wurde ja schließlich von irgendwem erzogen, aber dieses Zuhause hat er warum auch immer verloren. Ich spüre ein Verantwortungsbewusstsein in mir, es fühlt sich gut an. Ich will, das es ihm gut geht und das er weiß er wird geliebt. Hier ist sein Platz hier ist seine Familie, wir sind für ihn da.

Eine verlorene Seele auf der Suche nach Sinn.

Eines Abends chillen wir im Bett und im TV kommt der Film: The Boy. Es geht um ein reiches altes Ehepaar das in einem riesigen alten Anwesen wohnt. Sie suchen ein Kindermädchen für ihren Sohn und es stellt sich raus das sich das KM um eine Puppe kümmern soll. Die Puppe heißt Brahms. Am Ende des Films kommt raus, das der Sohn die ganze Zeit über in dem Haus gelebt hat und sich versteckt hielt. Die Puppe war quasi eine Art Platzhalter um ihn Visuell sichtbar zu machen. Ich überlege kurz: Die Katze musste schon länger in unserer nahen Umgebung gelebt haben. Sie war für uns aber nie sichtbar, bis zu dem Tag an dem sie uns gefunden hatte.

Wir nennen ihn Brahms, passt.

Katze Brahms in meinem Bett
Brahmsi bahmsi im Bett am Rum schnurren

Der Winter schlägt voll zu. Es ist eisig und stürmisch. Kein Wetter bei dem man freiwillig herausgeht, außer man muss unbedingt. Wir haben jetzt offiziell eine Katze, ein Tier um das wir uns kümmern, ein neues Familienmitglied. Jeder liebt ihn. Sogar mein Dad der mit Katzen eigentlich gar nichts anfangen kann liegt abends mit ihm auf dem Sofa und fährt liebevoll durch sein flauschiges Fell. Immer, wenn fremde Menschen zum ersten Mal vorbeikommen und ihn sehen geht er freundlich auf sie zu und begrüßt sie.

Alle lieben ihn

Jeder kann ihn streicheln, er ist so umgänglich wie es eigentlich nur Hunde sind. „Das sollte eigentlich mal ein Hund werden“ lachen wir. Er ist immer da aber nie aufdringlich oder nervig, ich habe noch nie so ein feinfühliges Tier gesehen. Wenn es einem von uns schlecht geht egal, ob seelisch oder körperlich. Merkt er das und setzt sich zu einem als ob er es riechen würde. Als ob er weiß „ich muss jetzt für die Person da sein. Er braucht einfach ein bisschen Liebe dann geht’s wieder“.

Ich denke gerade zurück an die Zeit und meine Augen fangen an zu brennen. Ich halte die Tränen zurück, denn ich will diesen Text fertig schreiben. Um seinetwillen, damit andere Menschen diese Geschichte hören und das hier vielleicht mit einem Lächeln lesen. Die Fotos von ihm sehen und damit die Erinnerung an ihn weiterlebt, so wie sie in uns weiterlebt, für immer! Ich weiß im Nachhinein stellt man sich vieles immer besser vor als es das tatsächlich war aber ich kann euch versichern: Er war genau so wie hier beschrieben ohne Übertreibung. Er war einfach wunderbar, ein ganz besonderes Wesen. Ich mache kurz Pause, rauche eine und versuche mich zu sammeln. Es ist schon einige Jahre her aber die ganzen Erinnerungen, die sich jetzt gerade in meinem Kopf abspielen, fühlen sich an wie Messerstiche direkt ins Herz.

Beruhigung

Ich atme ganz tief ein, meine Nase ist verstopft, ich bekomme Kopfschmerzen.

Warum musste es so kommen? Warum zum Teufel musste es so kommen? Was hätte ich tun können? Was hätte ich tun müssen? Habe ich ihn im Stich gelassen? Habe ich ihn seinem Schicksal überlassen? Ich war nicht da…..

Ich stelle mir die gleichen Fragen wie jeder der einen geliebten Menschen, ein geliebtes Tier oder was auch immer verloren hat. „Warum ausgerechnet er?“ Aber darauf gibt es keine plausible Antwort. Ich denke es ist einfach Zufall, wir werden alt, wir werden krank und niemand kann uns sagen, warum ausgerechnet wir jetzt abdanken. Ich weiß es gibt Millionen Menschen, die sich in diesem Moment das gleiche Fragen aber es gibt einfach keine passende Antwort für sie, für uns. Eines kann ich euch aber sagen: „Ihr seid nicht allein“. Es fühlt sich in den dunkelsten Stunden oft so an, aber ihr seid nicht allein.

Vergesst das nicht.

Weihnachtskatze am Geschenke durchstöbern
Brahms ist Familie geworden, er ist immer da natürlich auch an Weihnachten. Und er bekam auch Geschenke.

Der gemeinsame letzte Sommer

Der Sommer kommt und wenn ich gewusst hätte das es der letzte mit ihm ist, hätte ich es sicher bewusster genossen. Er liegt im Garten und die Sonne verwöhnt sein schönes graues Fell. Die Katze hat ein schönes Leben und sie bereichert unser Leben, sie macht es einfach lebenswerter, win win. Jeden Abend, wenn ich am PC hocke und in Fortnite rein Rage, kommt er angeschlichen, setzt sich neben mich und kündigt an das er jetzt auf meinen Schoß springt.

Wenn ich ins Bett gehe, läuft er aus meinem Zimmer und legt sich auf seine Katzendecke zum Schlafen. Man versteht sich ohne Worte, man muss ihn nie zurechtweisen oder anmotzen er weiß immer genau was zu tun ist. Nach dem Zähneputzen gehe ich die Treppen rauf in mein Zimmer, halte bei ihm an, setze mich zu ihm und streichle ihn noch ein paar Minuten. Er schnurrt, kneift seine schönen großen Augen zu und schläft dann langsam ein. Jeden Abend bin ich noch ein paar Minuten bei ihm als wäre es mein Kind, das ich liebevoll beim Übergang in das Reich der Träume begleite.

Zufriedene Katze an einem Warmen Sommertag
Er liebte die Sonne und den Sommer, ein wunderbares Tier.

Mir graut es bei diesem Blogpost schon vor dem Korrekturlesen, die Gefühle, die mich dabei überkommen sind teuflisch. Schöne Erinnerungen aber es tut immer noch elendig weh, ich glaube das wird sich nie ändern. Ich ziehe mein Shirt aus, ich schwitze, obwohl ich nur auf die Tasten tippe. Der emotionale Stress ist belastender als ein Ganzkörpertraining.

Ende

Eine Gute Geschichte braucht wohl noch ein erzähltes Ende, das Ende hab ich diesmal schon in der Einleitung preisgegeben. Ihr wollt wissen was passiert ist? Ich kann es euch nicht sagen, weil ich es selbst nicht weiß. Eines Abends ging er raus in die warme Sommernacht wie so oft davor. Und dann fand ihn meine Mam vor der Tür, leblos. Er hatte keine Spuren von äußerlicher Krafteinwirkung, er lag einfach friedlich da auf dem Gullydeckel vor dem Haus als würde er schlafen. Wir brachten seinen leblosen Körper zum Tierarzt. Der sagte es kommt vor, dass Katzen die angefahren werden sich noch mit letzter Kraft nach Hause schleppen. Die Tränen ficken mich wieder ich muss hier einen cut machen.

Wenn ich dran denke, das irgendein scheiß Penner ihn angefahren hat und sich dann einfach verpisst hat. Ob er es bemerkt hat oder nicht. Bin ich froh, dass ich es nicht gesehen habe. Ich weiß nicht was ich in dem Moment getan hätte aber gut wäre die Sache für denjenigen nicht ausgegangen. Aber das ist alles nur Spekulation und geändert hätte es auch nichts mehr. Vielleicht wurde er vergiftet. Es gibt ja tatsächlich Menschen, wenn man diese Art von widerlichstem Abschaum überhaupt so nennen kann, die z.B. Hundeköder mit Rasierklingen auslegen etc.

Leben in einer ekelhaften Welt

Da muss man sich dann wirklich Fragen wie kann jemand so etwas machen? Wie kann man so einen Hass auf Tiere haben, die niemandem etwas zu leide tun? Und zu was sind solche Menschen noch fähig, wenn sie selbst den harmlosesten Geschöpfen nach dem Leben trachten? Das macht mich so extrem wütend. Wenn ich daran denke, dass es solche Leute tatsächlich gibt und die Bastarde unbehelligt unter uns weilen, würde ich mich am liebsten mit einer Rakete auf den Mond schießen lassen und für den Rest meiner Tage in Einsamkeit Leben.

Ich musste hier an vielen Stellen aufhören und eine Pause machen, aber ich bin froh, dass ich diesen Beitrag verfasst habe. Ich bin nicht gerade gläubig und mit Esoterik kann ich echt nichts anfangen. Aber ich hoffe, unsere geliebte Katze ist an einem besseren Ort. Ich hoffe, er liegt irgendwo in seiner Hängematte und lässt die Seele baumeln. Das hätte er sich verdient. Aus dieser Erfahrung nahm ich für mich folgendes mit was ohnehin schon jeder weiß:

„Das Leben ist kostbar und nicht selbstverständlich und auch wenn wir im Alltag oft vergessen auf was es wirklich ankommt, sollten wir es uns trotzdem öfter vor Augen führen um das nie zu lange zu vergessen“.

Genießt jeden Augenblick mit denen, die euch wichtig sind.

R.I.P. Brahms. In Liebe Andi.

Die coolste Katze die ich jemals kennengelernt habe

❤️❤️Bewerte diesen post❤️❤️
[Total: 1 Average: 5]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.